mustang bridge mal wieder!

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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon netto » So Jul 05, 2015 10:07 pm

gut...die jaguar oder auch mustangbridge ist beweglich aber sie bewegt sich doch nicht beim tremolieren und auch sonst eigentlich nicht, nur wenn man dran ruckelt oder sehe ich das falsch? jedenfalls bei mir bewegen sich die brücken nicht. und von daher kann man da über sinn und unsinn der sache reden. (und sie bewegt sich doch!?)
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon LöD » So Jul 05, 2015 10:39 pm

Natürlich bewegt sich die die Brücke beim tremolieren!
Schau mal genau hin. Selbst beim leichten Bewegen des Arms bewegt sich die Brücke sichtbar.
Oder hast du eine Tunomatic brücke?
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon netto » Mo Jul 06, 2015 7:59 am

gut hab eben nochmal ganz genau geguckt. im mikrobereich bewegt sie sich tatsächlich, die mustangbrücke....... :x dabei ist mir doch glatt eine saite gerissen.....
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon LöD » Mo Jul 06, 2015 12:06 pm

Sie wurde geopfert im Dienste der Wissenschaft!
Das nen ich große Hingabe!
Ich hoffe Du hattest deine Nase nicht in der Richtung wohin die Saite gerissen ist.
Ich hatte das mal am Arm. Ist unschön...
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon Plastiki » Mo Jul 06, 2015 6:11 pm

novamax hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob eine feste Brücke wirklich besser schwingt als eine bewegliche - Die Bewegungsreibung am Kontaktpunkt mag schon durch freies floaten etwas Energie vernichten, aber das Gros der Schwingung dürfte ja senkrecht übertragen werden (deshalb wohl die Break Angle Diskussion).


Theoretisch schwingt eine bewegliche Brücke besser als eine festinstallierte, da die Saitenenergie an diese besser abgeleitet wird. Eine feste Brücke hat eine höhere mechanische Impedanz, stellt somit einen höheren Wiederstand dar, und reflektiert somit besser die Saitenschwingung, schwingt aber selbst weniger. Der Ton erhält mehr Sustain. Kann man sich bildlich vorstellen, indem man einen Ball an eine Matratze wirft oder eine harte Wand. Das Resultat dürfte klar erkennbar sein.
Der kurze Twang-Ton wird aber meines Erachtens nach besser durch das floating System erreicht, da es ähnlichen Prinzipien folgt, wie der Aufstellsteg auf Archtop Gitarren. Eigentlich besser noch, da ja durch die Spitzen an den Schrauben ein besseres Kippmoment erreicht wird.
Ein steilerer Saitenandruckswinkel dürfte ähnliche Auswirkungen auf die mechanische Impedanz haben, da durch einen steileren Andruckwinkel die Bridge auch stabilisiert wird. Je höher die mechanische Impedanz an den Saitenaufhängpunkten, je höher das Sustain der Saite (was man für twangy Sounds ja eigentlich nicht braucht um einen klaren ,,explosiven" und durchsetzungsfähigen Ton zu generieren--> die starken Flats begünstigen das auch noch, da sie nach Erregung viel Energie abgeben können)

Viele Grüße
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon novamax » Mo Jul 06, 2015 8:57 pm

Klingt logisch. Fazit:
Feste Brücke: Weniger Trem-Stimmstabilität, mehr Sustain. Floating Bridge: Besser für Trem, kürzeres (glockigeres) Sustain.
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon novamax » Fr Jul 10, 2015 4:47 pm

Das würde für mich auch noch eine andere Sache erklären:

Ich hab den Eindruck, dass man Strats/Teles viel müheloser pitch-benden kann, dass die aber auch sehr viel sensibler auf Finger-Druck am Griffbrett reagieren (von mir liebevoll als Katzenmaunzen bezeichnet), während meine Offsets ziemlich robust auf Griffkräfte reagieren, aber für Bendings auch mehr malträtiert werden müssen / weniger Pitch schaffen (insbesondere die kurze Jag mit stärkeren Saiten). Die Floating Bridge folgt wohl einfach der geänderten Saitenspannung in Richtung freie Schwingung und gleicht den Saitenzug dadurch etwas aus - Die Fixed Position Bridge macht genau das nicht. Wenn das so wäre, ließe sich für mich als LP-Fremder ableiten, dass Paula:Strat im Bending / Finderdruck-Empfindlichkeit ähnlicher sind als Strat:Offsets bzw. tune-o-matic:Offsets.
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon netto » So Jan 24, 2016 10:57 pm

da hat sich bei mir doch gestern während eines auftrittes diese scheiß brücke abgesenkt daß die saiten auf dem brett auflagen! und ich hatte sie extra vorher nochmal justiert. zum glück hatte ich meine ersatz-strat griffbereit. nehm ich sonst nie mit. also jetzt ist schluß!
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon LöD » Di Jan 26, 2016 11:27 am

Du musst die Schrauben an der Brücke einfach mit nem Tropfen Sekundenkleber fixieren, wenn Du mal die perfekte Höhe für dich gefunden hast. Dann bleibt die Brücke wo sie soll.
Ja Offsets sind biestig, aber liebenswürdig...
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon netto » Di Jan 26, 2016 11:20 pm

passiert euch sowas denn auch? ich meine vielleicht ist da ja nur was ausgeleiert? ansonsten hatte ich nichts gegen die brücke. ohne diesen makel würde ich sie wieder nehmen. na gut. dann mach ich das erstmal mit dem kleber.
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon novamax » Di Jan 26, 2016 11:33 pm

Bei meiner JM hat sich dat Ding auch langsam (!) Über sudden Spielzeit runtergeschraubt. Ich hab Fäden in die Gewinde eingezogen (In Toleranzen zu auszugleichen), ices dann ging's. Alternativ Loctite, Sekundenkleber, oder was immer fixiert...
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon simoncoil » Do Jan 28, 2016 10:11 am

Auf SG101 haben neulich ein paar Leute "gestanden", dass sie die Pfosten der Brücke mit Schrumpfschlauch umwickelt haben, damit sie fest in den Hülsen sitzen und sich die Brücke beim tremolieren nicht mehr bewegt. Wenn man darauf sowieso keinen Wert legt, hat das sicher angenehme Nebeneffekte: Durch den festeren Sitz schraubt sich die Brücke wahrscheinlich auch nicht mehr "so leicht" von selbst nach unten. Außerdem lassen sich ja wohl auch die Saiten einfacher ziehen, wenn die Brücke sich nicht bewegt.

Ein weiterer Punkt, der interessant war: Angeblich lässt sich das Problem mit dem "falschen" Radius der Mustang-Brücke für eine Jazzmaster oder Jaguar dadurch korrigieren, dass man nicht die gesamte Mustang-Brücke installiert, sondern stattdessen nur die Mustang-Saitenreiter auf die Jazzmaster-Brücke schraubt . Irgendwer hat's ausprobiert und es hat wohl geklappt. Ich bin da leicht skeptisch: Ich hatte mal für das Tremolo einer Sunn Strat neue Saitenreiter bestellt und die passten letztlich nicht, weil die Löcher der Intonationsschrauben zu eng beieinander lagen.

Naja, alles graue Theorie solange nicht die eigene Jazzmaster im Haus ist (die ja vom Vorbesitzer eine Mustangbrücke verpasst bekommen hat).
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon Igorilla » Do Jan 28, 2016 3:58 pm

Also, mir ist so etwas bei meinen beiden JMs nie passiert, trotz ständiger recht rabiater Benutzung. Ich nutze allerdings Staytrem-Bridge. Die hat noch Kunststoffhülsen um die Schrauben zur Höhenverstellung der Bridge, die genau dieses ungewollte Absinken der Bridge verhindern. Ist zwar nicht billig, funktioniert aber ziemlich gut.
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon Plastiki » Do Jan 28, 2016 11:07 pm

Ich hab`ja mal geschrieben, das ich die ,,normale JM- Bridge ja eigentlich gar nicht so schlimm finde. Bleibe auch dabei, habe aber dann doch irgendwannmal für die tiefsten Basssaiten die Rillen in den Reiterchen aufgefeilt (was ich eigentlich erst nicht machen wollte), da mir die Saiten auch öfters rausgesprungen waren (straffe 13er auf der JM). Das passt so ganz gut jetzt. Also nur Mut, wenn der Geldbeutel klein ist, ruhig mal ne kleine Schlüsselfeile (rund) kaufen, ist immer noch günstiger als ne neue Brücke. Und erhöht den Spielspass gleichermaßen, bzw. unproportional kongruent immens :D .
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Re: mustang bridge mal wieder!

Beitragvon netto » So Jan 31, 2016 11:28 pm

der hammer ist ja übrigens folgendes......habe die jazzmaster seit dem gig also seit einer woche nicht mehr angefasst. heute hole ich sie raus und......















die brücke ist in normaler perfekter höhe wie ich sie vor dem auftritt eingestellt habe!!!!!! :roll: ich dreh durch! hier gehts doch mit dem teufel zu!
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